Ausflug ins Saarland: Die Schlossberghöhlen in Homburg

Am vergangenen Wochenende haben wir einen Kurztrip ins Saarland unternommen. Am Samstag haben wir es uns in der Saarland Therme so richtig gutgehen lassen. Das Angebot war genau passend für einen Tag Ausspannen: Thermalbecken (innen und außen) und sehr sehr viele Saunen. Für Sonntag hatten wir uns u.a. die Schlossberghöhlen in Homburg vorgenommen.

homburg_schlossberghöhle_eingangsbereich

Es war unser zweiter Anlauf. Schon vor ein paar Jahren standen wir oben auf der Ruine der Hohenburg und haben den Wegweiser zu den Schlossberghöhlen gesehen.

homburg_schlossberghöhle_wegweisung

Allerdings waren wir damals eine halbe Stunde vor Schließung vor Ort. So haben wir uns vor einigen Jahren die Ruine auf dem Berg angesehen (man hat von hier aus übrigens einen schönen Blick über Homburg) und in diesem Jahr sind wir dann „in“ den Berg gegangen 🙂

Die Schlossberghöhlen in Homburg gelten als Europas größte Buntsandsteinhöhlen. Wir waren punkt 10 Uhr da und hatten den Luxus einer „Privatführung“. Zur Sicherheit hat jeder einen Helm aufgesetzt bekommen (denn hier gilt das „Bergrecht“) und dann ging es mit unserem Führer auch schon los.

homburg_schlossberghöhlen_helme

homburg_schlossberghöhlen_eingangsbereich

Der Berg ist quasi in 12 Etagen eingeteilt; und in jeder von Höhlen und Höhlengängen durchzogen. Stahlkonstruktionen sorgen für die Stabilität im Berg, bzw. den Schutz der Besucher.

homburg_schlossberghöhle_innen_2

homburg_schlossberghöhlen_stahlkonstruktionen

Was mir sehr gefallen hat: Die ersten ca. 20 Minuten hat uns der Führer in die Höhlen geleitet, uns zur Geschichte informiert und auch unseren Wissensdurst gestillt. So boten die Höhlen zum Beispiel Kriegszeiten Schutz für die Bevölkerung, oder wurden (jedenfalls die unteren) auch von der ansässigen Karlsberg Brauerei genutzt. Nach der Einführung schickte uns der Bergführer allein ins Höhlenlabyrinth. Nun hatten wir die Gelegenheit, die Höhlen auf eigene Faust zu entdecken. Wir hatten das ganze Areal ganz für uns allein! 🙂 Das hat riesig Spaß gemacht! Natürlich mussten auch ein paar Schattenfotos gemacht werden:

homburg_schlossberghöhle_wandschatten

Beeindruckend ist der große Thronsaal. In der Mitte ist hier von der Decke ein großes Stück Buntsandstein herausgebrochen. Das hinterlassene „Relief“ ist wirklich beeindruckend:

homburg_schlossberghöhle_thronsaal

homburg_schlossberghöhle_thronsaael

Durch Zufall hatten wir auch die im Eingangsbereich dargestellt Höhlenspinne – „Das Höhlentier des Jahres 2012“ – entdeckt. Irgendwie hatte ich aber nicht so die Ruhe weg, um ein „sauberes“ Bild zu machen. Das Helmlicht hat das Motiv in – ja man möchte fast sagen – mörderisches Rot gesetzt. Tatort-verdächtig 😉

homburg_schlossberghöhle_höhlenspinne

Leider war die Schatztruhe leer. Aber nur einige Meter von ihr entfernt entdeckten wir unzählige filigrane Wurzeln, die aus der Decke kamen. Hier, inmitten des Berges? Ja, die Wurzeln einer Linde, die 15 Meter waagerecht in den Berg hineingewachsten sind …

homburg_schlossberghöhle_schatztruhe

homburg_schlossberghöhlen_durch den Fels gewachsene Linde

Nach einiger Zeit erreichten wir einen langen, gemauerten Gang. Dies war ein Teil der Bunkeranlage, die die saarländische Regierung anfing zu bauen. Aber, er wurde nie fertig gestellt. Für spannende Fotomotive die ideale Vorlage:

homburg_schlossberghöhle_mario im tunnel

homburg_schlossberghöhle_tunnelblick

Nach kanpp 1,45 Stunden (wir hatten hier kein Zeitlimit) haben wir uns dann wieder den Weg zum Ausgang gesucht. An der Tafel konnten wir sehen, was wir bereits in der Höhle gehört haben: eine weitere Besuchergruppe war im Berg. Die Zahlenkombination auf der Tafel ist im Prinzip ganz einfach: 2 (=Anzahl der Personen der ersten Gruppen = wir zwei), 9 (=Anzahl der Personen in der zweiten Gruppe) und 1 – ist gleich ein Besucherführer 🙂

homburg_schlossberghöhle_wegweisung ausgang

homburg_schlossberghöhlen_Ausgang_Anzahl Personen

Fazit: Insbesondere an heißen Sommertagen, oder, wie bei uns an einem sehr regnerischen Tag ist der Besuch der Schlossberghöhlen in Homburg sehr zu empfehlen. Ich denke, auch Familien werden hier ihren Spaß haben. Aber, man sollte wirklich darauf achten, dass die Kiddis nicht an den Wänden „spielen“, da der Sand sehr schnell abbröckelt. Für uns als „Höhlen- und Bergwerksgänger“ war es auf jeden Fall ein spannendes Ausflugsziel.

homburg_schlossberghöhlen_Farbenrausch_1

└ Für Ermittler ┐

2 Gedanken zu “Ausflug ins Saarland: Die Schlossberghöhlen in Homburg

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